Der Koalitionsverstrag: Das Manifest der Hornissen

October 27th, 2009, 21:27 > da]v[ax

hornissen_crDie Süddeutsche Zeitung redet Tacheles zum neuen Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und FDP:

Es geht um die Entsolidarisierung der Gesellschaft. Bisher gilt, wenn auch schon mit Einschränkungen: Die Gemeinschaft hilft den Schwachen. Wenn schwarz-gelb fertig ist wird gelten: Jeder hilft sich selbst, dann ist an alle gedacht.

und weiter:

Langfristig soll jeder Versicherte in seiner Krankenkasse genau so viel zahlen wie sein Vorgesetzter. Einkommensunabhängig sollen die Beiträge sein, wieder so ein schönes Wort. Unabhängig. Es bedeutet nicht anderes, als dass Geringverdiener mehr zahlen müssen. Nicht mehr die individuelle Lebenslage entscheidet über den Kassenbeitrag, sondern das Leistungsangebot der Kasse.

Prima, ne? Mehr Netto vom Brutto my ass. Diese Entsolidarisierung kann ich tagtäglich aufs Neue bewundern, man muss nur mal mit offenen Ohren dem Flurfunk lauschen. Oh brave new world.

(via spreeblick | bild von andreas.maitisch veröffentlicht unter CC BY)

1 Reaktion

Kommentare

  1. Borna F. Braybrook meint:

    Das ist ein Witz. Der Sinn von Versicherungen ist ja der, daß ein Krankenhausaufenthalt eine Normal- oder Geringverdienerfamilie nicht vor das finanzielle Aus stellt. Das ist einfach nur noch rückschrittlich. Oh brave old world.

    [Antworten]


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