Original unverpackt: Einkaufen ohne Plastikmüll
November 28th, 2013, 08:02 > da/Y\axNa das ist doch mal eine gute Nachricht. 3 Mädels aus Berlin wollen den ersten Supermarkt eröffnen, in dem man verpackungsfrei einkaufen kann. Obst und Gemüse direkt in die Tasche, Mehl und Flüssigkeiten in mitgebrachte Behälter. I would totally buy there! Geld kommt u.a. von Social Impact Start, einem Stipendienprogramm für social Startups.
recycling | precycling | müllvermeidung | her damit! weltweit!!
(via psi)
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Da wünsch´ ich viel Glück zum Start. Wir haben auch lange versucht mit eigenen Behältern einzukaufen. Meine Erfahrung: “Nein, die Box darf ich aus hygienischen Gründen nicht hinter den Tresen nehmen.” – “Na, dann geben sie mir die Wurst eben rüber, aber ohne Folie, bitte.” – “Die Folie MUSS aber sein, das ist Vorschrift.” – “Ich sag´s auch nicht weiter und die Schlange neben mir wird auch immer länger” – “Nun, nehmen sie schon die Folie, ich würde auch gern was kaufen.” – “Mischen Sie sich nicht auch noch ein, sonst dauert´s noch länger. Also her mit der Wurst, aber OHNE Folie…”
Jetzt wohne ich auf dem Land und hier gibt´s das meiste Gemüse aus unserem Garten, die Milch vom nahen Bauern (direkt in die gespülten Flaschen), Obst hängt an jedem Busch und Baum und der Metzger unseres Vertrauens bricht mit blanken Händen eine Wurst zum gemeinsamen Knabbern, während die Mitarbeiterin das Rinderhack in die mitgebrachte Glasschale packt.
Das Landleben ist nicht ohne
*** Meine Erfahrung: “Nein, die Box darf ich aus hygienischen Gründen nicht hinter den Tresen nehmen.” – “Na, dann geben sie mir die Wurst eben rüber, aber ohne Folie, bitte.” – “Die Folie MUSS aber sein, das ist Vorschrift.”***
Den selben Schwachfug habe ich mit Brötchen erlebt. “Nein, der Korb darf aus Hygienegründen nicht über den Tresen und auch nicht drauf.” Aber die Backwaren werden mit demselben Handschuh angefaßt, mit dem man das Wechselgeld rausgibt – und ich weiß seit einem Praktikum, wie es hinten im Raum aussieht… Mein Korb, den ich in der Regel nicht auf den Boden stelle, wäre da das kleinste Problem.
Aber ich hoffe trotzdem, daß sich solche Läden wie oben beschrieben durchsetzen.
Goil.
Ich red’ mir schon jedes Mal den Mund fusslig, um die Mädels am Käsestand auf’m Wochenmarkt daran zu hindern, die folienverpackten Käsestücke nochmal völlig sinnfrei in ein Käsepapierfoliendingsi einzuschlagen. Schon deswegen sinnfrei, weil ich keine fünf Minuten vom Markt weg wohne und den Käse daheim sofort auspacke und auf ’nen Teller drapiere, zumindest den harten.
Wurst dito. Bei Obst & Gemüse kann ich wenigstens noch eine meiner 57 Tux-Einkaufstaschen ’rüberreichen, aber wenn ich’s nicht gleich tue -> Plastiktüte.
Ich bin neulich auf dem Markt auch echt schräg angeguckt worden als ich meinte “das Gemüse hätte ich gerne direkt in die Tasche, ohne Plastiktüte”. Um mich rum alle Leute mit 10-20 Plastiktüten in der Hand. Ich könnte manchmal echt ausrasten. Wenn ich das Sagen hätte, würde jeder Bürger erstmal Clockwork-Orange-mäßig festgezurrt und müsste sich diesen Clip und anschließens Plastic Planet so lange reinziehen, bis ein Besserungseffekt meßbar wäre.
Hey, wie ich mich hier zuhause fühle! Gab’s nicht irgendwo ein Land, wo sie Plastiktüten verboten haben? Portugal? Ne, die sind Hauptverschmutzer, Frankreich, Ruanda (http://www.tagesschau.de/ausland/ruanda156.html), Bangladesch und ein Haufen anderer Länder (https://de.wikipedia.org/wiki/Plastikt%C3%BCte)
Was hier in Großbrittanien schön ist (gibt’s in Deutschland sicher auch), Hundekacke muss in Plastiktüten verpackt werden und soll dann in den nächsten Mülleimer geschmissen werden. Wozu führt das in der Praxis? Korrekt: Hundekot, der in Plastiktüten auf der Straße liegt (und dann zertreten), an Bäume gehängt oder in die Landschaft geworfen wird. Falls ich noch sowas wie Glauben an das Gute im Menschen hätte, wär’ der mal wieder stark erschüttert.