Links 2013-12-10
Dezember 10th, 2013, 17:22 > da/Y\axNicht einmal Online-Spiele sind vor der Überwachung sicher: Bis in den letzten Winkel stellen Geheimdienste uns nach. Dabei geht es längst nicht mehr um Terrorismus. Besichtigung eines wahnhaften Systems.
Die oberste Justizinstanz der US-Streitkräfte warnt Militärangehörige vor der Nutzung der Tauschbörsen, da die Verfolgung illegaler Downloads in Deutschland strenger sei als in anderen Ländern.
Schon schön hier, ne?
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udo vetter hat sich gestern nicht gerade mit ruhm bekleckert, indem er allen ernstens zur abgabe einer mod. UE geraten hat; das dämlichste, was man bei dieser nummer machen kann, obwohl das nach bischen recherche gestern schon klar war. heute ne entschuldigung von ihm? fehlanzeige. wenigstens lässt er alles in seinem blog an kommentaren zu, da kann ich den nutzer avantgarde & baxter empfehlen, die haben die bisherige lage sehr gut zusammengefasst, zb:
”
Avantgarde sagte am 10.12.2013 um 01:42 :
Wie es vermutlich gelaufen ist (oder laufen sollte)
1) Gründung von The Archive AG
2) Gründung von ITGuards (die Firma der angeblichen Ermittlungssoftware, gleicher Webbaukasten wie The Archive AG, mit Briefkastenadresse in San José)
3) The Archive AG kauft über Vermittler Hausner Productions in Berlin zum 18.7.2013 (Teil-) Verwertungsrechte von Uraltpornos von Serrato. Die gab es sicher spottbillig. Diese spanische Firma ist Anbieter von Pay per View Pornos im Netz, gegründet von einer ehemaligen deutschen Darstellerin mit Vorliebe für filmische Darstellung der Aufnahme von Körperausscheidungen.
4) Registrierung der Vertipperdomain retdube und movfiles (22.7.2013)
5) Kauf von Skimmed Traffic bei adulttrafficpackages.com/skimmed-traffic.html (nur Germany: 100000 Weiterleitung gibts da für 300 Dollar). Das funktioniert so: Der User klickt irgendwo im Adult-Bereich auf irgendeine Galerie oder Video und wird über retdube und movfiles auf Redtube weitergeleitet, wo (vermutlich) ein Clip des entsprechenden Films liegt, der vermutlich dort anders heißt und automatisch abgespielt wird. Während der Weiterleitung fischt man bequem die IPs ab.
6) Man sucht sich im Logfile die Telekom-Adressen raus.
7) Antrag beim LG Köln (in mehreren Wellen und unter Vorspiegelung falscher Tatsachen)
8) Abmahnung mit knappen Antworttermin
9) Abkassieren bei Abgemahnten, denen die Sache peinlich ist. Angeblich ist die Zahlungsmoral bei Pornofällen eher hoch. Zahlt nur ein Drittel der Abgemahnten, hätte man fast eine Million Euro eingenommen. Die teilt man sich auf.”
kommentar 275 @:
http://www.lawblog.de/index.php/archives/2013/12/09/auf-toenernen-fuessen/
Wenn man die Kommentare auf Facebook liest (Zitat: “So kackfrech hat nichtmal die FDP die Leute verarscht”), kann einem der Harzer Roller fast leidtun.
Aber nur fast. Ganz tief ins Klo gegriffen
Mitleid habe ich jetzt allenfalls mit den SPD-Mitgliedern, die, aus welchem Grund auch immer, mit “Ja” gestimmt haben und nach dieser Aktion ihre Meinung gern nochmal ändern wollen…