Leistungsschutzgelderpressung: jetzt erst recht

Dezember 3rd, 2013, 12:15 > da/Y\ax

capitalism100x106Das darf alles nicht wahr sein. Die GroKo macht Erpressung zum Gesetz. Erster Streich: wer als Suchmaschine Snippets verwenden will, muss dafür zahlen. Das hatten wir ja. Reaktion von Suchmaschinen: deutsche Tageszeitungen aus dem Index werfen. Zweiter Streich: Suchmaschinen werden gesetzlich gezwungen, deutsche Tageszeitungen wieder in den Suchindex aufzunehmen - und dafür zu bezahlen.

11 Meinungen zu “Leistungsschutzgelderpressung: jetzt erst recht”

  1. JoyntSoft meinte:

    Mich würde interessieren, was die “Beschließer” von wem bekommen, dass sie sich so etwas ausdenken, bzw. beschließen sollen…

  2. Thompsen meinte:

    unglaublich…

  3. Ramones meinte:

    @JoyntSoft: Was meinst du, wie schnell die “Beschließer” von Springer, Burda und Bertelsmann aus dem Amt gekritisch-journalistet werden würden, wenn sie es nicht täten?

  4. pantoufle meinte:

    Ich hab das jetzt bei Carta 10 mal vorwärts und rückwärts gelesen – man kann es leider beim besten Willen nicht anders interpretieren.
    Aber damit kommen die nicht durch. Niemals. Das lacht der Kapitalist: Ein Hersteller soll zum Verkauf eines defizitären Produktes gezwungen werden. Dank des weltumspannenden Neoliberalismus wird man sich über den beinamputierten Weitspringer aus dem Hause Merkels totlachen.
    Glaub ich einfach nicht! Was kommt als nächstes? Harribo wird gezwungen, Erdöl aus Gummibären zu destilieren?

  5. Olaf meinte:

    @ pantoufle, Du bringst es auf den Punkt. Man möchte meinen, die machen das nur, um so lange Verwirrung zu stiften, bis kein Schwein mehr durchblickt. Genau damit kann man nämlich richtig viel Geld verdienen…

  6. Eike meinte:

    Doch, das passt so herrlich schön in die Zeit und zu den Leuten und Ihren Führern (gerade auch firmenmässig), dass das klappt und es auch noch standing ovations (etwas später) gibt. Da würde ich sogar fast drauf wetten, jetzt so mein linkes Ei oder so….

  7. jule_ meinte:

    Google könnte als Reaktion die “News” von Springer und Co. ja einfach auf Seite 10+ der Suchergebnisse darstellen.

    Der Google-Indizierungsalgorithmus ist ja sowieso geheim, da kann Google dann gut argumentieren, dass es halt “leider nicht” für Seite 1 gereicht hat.

  8. da]v[ax meinte:

    @jule_: Nope, so einfach lassen untere Politgangster Google & Co. nicht davon kommen:

    Private und öffentlich-rechtliche audiovisuelle Medienangebote und journalistisch-redaktionelle Inhalte, die einen Beitrag im Sinne des Public Value leisten, sollen einen diskriminierungsfreien Zugang zu Distributionswegen und eine herausgehobene Auffindbarkeit erhalten.

    “Herausgehobene Auffindbarkeit”. Am besten also auf Seite eins und grün hinterlegt oder was?

  9. JoyntSoft meinte:

    Grün hinterlegt weist aber auf ein zusätzliches “Suchergebnis” hin, für welches bezahlt wurde (vulgo: Anzeige); das wäre dann schon wieder lustig :D

  10. da]v[ax meinte:

    Lustig wäre es, wenn die Suchmaschinen dann nicht dafür Geld an die VG Wort abdrücken müssten. Ich denke da jetzt gar nicht mal so sehr an Google, sondern eher an kleinere Suchmaschinen und Newsaggregatoren aus Deutschland, die damit in den Ruin getrieben würden.

  11. q____q meinte:

    Wir sollten uns anscheinend mal um ein Piratebay der Suchmaschinen kümmern, wenn wir in Zukunft noch sowas wie ein funktionierendes Internet haben wollen (abgesehen halt davon, dass wir halt mal komplette und funktionierende Vollverschlüsselung für alle Internetdienste brauchen -> http://secushare.org/).

    Da das ja wohl nicht ganz rechenunaufwendig (also Suchmaschine, jetzt) ist, solle man das wahrscheinlich per P2P machen, ich würde allerdings eher so nach dem Seti@Home-Projekt vorgehen als so wie YaCy: Du schmeißt den Client an und der indiziert dann halt einfach drauf los. Bei YaCy muss man sich ja irgendwie selbst aussuchen welche Domains man indizieren will oder so, ich bin da nie wirklich durchgestiegen.

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