Das wird man ja wohl mal sagen dürfen
Oktober 31st, 2013, 13:49 > da/Y\ax
Die SPD ist eine verdammte Nutte! Was leider eine völlig unpassende Verunglimpfung der für die Volksgesundheit wichtigen Servicedienstleisterinnen darstellt. Mir fällt bloß kein besseres Schimpfwort ein für Leute, die für jeden Geldschein oder Machtposten die Beine breit machen. Drecksverräter. Aber ich. reg. mich. nicht. auf. Ichbinganzruhig. Ruuuhig. Und ich sage auch kein Wort zur politischen Lage in Deutschland, weil mir das ja alles ganz egal ist. Pscht. Nix. Nada.
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ha! tschaka!
zu ich stimme
Ich sag dazu einfach mal nur
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Lieber Mäx,
wie sehr Du Dich der SPD gegenüber im Ton vergreifst ist mir egal.
Aber bitte lass die Prostituierten aus dem Spiel.
So wie Du das schreibst “für jeden Geldschein die Beine breit machen” hört sich das ehrlich gesagt an als redetest Du über vollkommen berechnende, skrupellose Menschen. Das mag auf Menschen in der SPD zutreffen, auf Prostituierte in der Regel aber nicht. Das sind wohl meistens eher Menschen deren Leben von so viel Gewalt und Schwierigkeit bestimmt ist, dass sie – obwohl der Ekel sie innerlich tötet- keinen anderen Weg sehen als ihren Körper zu verkaufen – an skrupellose, gewissenlose Menschen, die den Handel mit Menschen normal finden und sich nicht schämen einen Menschen in einer Notlage für ihren Trieb zu missbrauchen. Vergleiche Deine SPD Feinde doch lieber mit Freiern, denen das letzte bisschen Menschlichkeit egal ist, weil bei ihnen das Geld regiert.
Liebe Grüße
Anne
Da muß ich der Annelöwe recht geben: Bitte keine Vergleiche mit Prostituierten (darf man Huren sagen? Ich mag das Wort eigentlich lieber) oder irgend einer andere Lebensform, die auf ehrliche Art und Weise ihr Leben fristet. Das beinhaltet ebenso Spezies aus dem Tierreich sowie naturwissenschaftliche Vorgänge.
Zugegeben: Da wird die Luft der Formulierungen schon etwas dünn – aber was tut man nicht alles, um die sPD zu beschimpfen
Anne? Was hast du denn fuer ein gestoertes Bild von Prostitutierten? Vielleicht solltest du das noch mal kurz mit der Wirklichkeit abgleichen. Wenigstens ein bisschen, ok?
@pantoufle: Ja, ich glaube, Huren ist die korrekte Bezeichnung. Genau deshalb habe ich auch Nutte gesagt, weil ich die SPD nicht mit den Dienstleisterinnen in einen Topf werfen wollte
@Anne: aber die Freier geben Geld aus um einen Lustgweinn zu kriegen. Die SPD bekommt Geld dafür, ihre (eh’ nicht mehr vorhandenen) Überzeugungen und Ideale zu verraten…
lieber Ben,
ich weiß nicht, was -außer Deinen eigenen Gedanken- DEIN Bild von der Realität von Prostituierten bestimmt.
Ich DENKE aber nicht, dass das Leben von Prostituierten von Gewalt bestimmt ist, ich weiß es, denn es gibt hierzu empirische Erhebungen.
Einige Beispiele:
Prostituierte sind 10x häufiger Opfer sexualisierter Gewalt in ihrer Kindheit gewesen als andere Frauen.
50% haben mehrere sexuelle Gewalttaten vor dem 18. Lebensjahr erlebt.
ein Drittel erlebte zusätzlich massive körperliche Gewalt.
Am häufigsten begannen die sexuellen Übergriffe zwischen dem 7. und 12. Lebensjahr. 18% der Befragten Prostituierten erlebten in dieser Zeit penetrative sexuelle Gewalt.
Während ihrer Arbeit als Prostituierte berichten 54% von physischer, psychischer und/oder sexueller Gewalt und Nötigung.
35 % der Befragten wurden im Rahmen ihrer Tätigkeit mindestens einmal sexuell genötigt oder vergewaltigt. 31 % wurden Opfer einer sexuellen Gewalttat durch Freier und bei 17 % war ein Zuhälter/Betreiber der Täter. 14 % der Befragten erlitten sexuali- sierte Gewalt durch Freier und Zuhälter. Die Gewaltakte durch Freier umfaßten Schla- gen und Würgen, (versuchte) Vergewaltigungen, Bedrohungen mit Waffen bis hin zur angedrohten Tötung. Frauen mit zuhälterischen Partnern wurden von diesen häufig mittels Gewalt gezwungen, die Prostitutionstätigkeit weiter bzw. in einem der Befragten widerstrebenden Rahmen auszuüben.
Das lässt sich jedes Jahr so oder so ähnlich im Frauengesundheitsbericht nachlesen. selbstverständlich liegen die Dunkelzahlen bzw. die Zahlen, die Beratungsstellen erheben noch viel höher. So viel zum Thema Vorerfahrung mit sexueller Gewalt.
und jetzt mal ganz ehrlich – Zahlen beiseite – muss man denn eine Frau sein um mit dem gesunden Menschengefühl nachempfinden zu können, dass es natürlich fast immer eine Notsituation sein muss, die eine Frau dazu bringt sich von Fremden penetrieren, betatschen, benutzen, anzuspritzen zu lassen?? Wenn man mal liest wie Prostituierte dieses Gefühl von Ekel und Taubheit beschreiben, dass mit der “Arbeit” einhergeht wird schnell klar, dass es den Typus “Wohllüstige Studentin mit Super Nebenjob” quasi nicht gibt, die Realität in “Flaterate-Bordellen” eine ganz andere ist.
Vielleicht selbst mal “Prostitution und Gewalt” googeln und dazu lernen.
herzliche Grüsse
Anne
Prostituiertenverbände wehren sich nun gegen die Stigmatisierung des Berufs.
via reizzentrum.
@ Anne: Nein, man muss keine Frau sein, um den Missbrauch sehen und feststellen zu können.
Ich bin vollkommen Deiner Meinung und kann Dein Ansinnen verstehen. Deine Meinung ist ein hervorragendes Korrektiv und passt gut hier her.
@ Olaf
Danke! So ein schöner Kommentar. Ein Highlight meines heutigen Tages. Wirklich.